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Eröffnung der neuen Pinguinanlage

Seit heute ist der Wuppertaler Zoo um eine weitere Attraktion reicher geworden. Es wird heute die weltweit einzigartige Pinguinanlage eröffnet. Dank eines einzigartigen 15m langen Unterwassertunnels können die Zoobesucher die Pinguinanlage hautnah erleben und bei ihren Schwimmausflügen live dabei sein. Der Bau der Pinguinanlage wurde alleine durch die finanzielle Unterstützung der Unternehmensfamilie Mittelsten Scheid, durch die größte Einzelspende die je ein Zoo-Verein bekommen hat, finanziert. Diese Unterstützung betrug 3,15 Millionen Euro, welche anläßlich des 125 jährigen Jubiläums von Vorwerk gestiftet wurde.

(Bild rechts: Eingang zu neuen Anlage)

Da Königspinguine besonders empfindlich sind, schafft die modernste Technik die Bedingungen, die dem natürlichen Lebensraum entsprechen .“Die Pinguine müssen innen unter diesen Bedingungen gehalten werden, da unsere Luftqualität hier zu schlecht ist und die normale zu sehr mit Pilzen und Sporen behaftet ist. In Edinburgh konnten die Esels-Pinguine draußen gehalten werden, da dort ein maritimes Klima herrscht“ so Dr. Lawrenz, Zootierarzt.
Derzeit leben 16 Königspinguine in Wuppertal, die größte Zuchtgruppe in Deutschland und auch noch eine der erfolgreichsten. Seit der Gründung der Zuchtgruppe wurden 13 Jungtiere erfolgreich großgezogen. Ebenso leben 16 Eselspinguine auf der Anlage.
Die Anlage wurde an dem subantarktischen Lebensraum nachempfunden und durch spezielle Filter wird dir Luft besonders rein gehalten. In der Anlage herrscht dauerhaft eine Temperatur zwischen 6 – 8 °C, die Landfläche beträgt ca. 100 qm und an Wasser steht den Pinguinen 220.000 Liter zur Verfügung.
Einblicke in den 15m langen Acryglastunnel, in dem die Pinguine beim Schwimmen unter Wasser beobachtet werden können. Bild links u. rechts.

Der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung (Bild links) hieß als erster alle recht herzlich Willkommen. Er dankte Dr. Jörg Mittelsten Scheid, Beiratsvorsitzender der Vorwerk & Co.KG, für sein großes Engagement. Drei Einrichtungen standen Vorwerk zur Auswahl, welche unterstützt werden sollten. Letztendlich entschied man sich für den Zoo, da er von „Jedermann“ besucht wird. Durch die enorm großen Summen, die Vorwerk stiftet, beweist dieses Unternehmen ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung. Herr Peter Jung dankte im Namen der Stadt Wuppertal der Familie Mittelsten Scheid, ebenso wurde vieles nur durch die tatkräftige Unterstützung des Zoovereins möglich gemacht.

Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers (Bild rechts) bedankte sich ebenfalls bei der Unternehmerfamilie für die großzügige Zuwendung, ohne diese es nicht möglich gewesen wäre, alles zu realisieren.
„Nach meiner Einschätzung ist der Wuppertaler Zoo der beliebteste Zoo in NRW!“ so Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Er stellt nochmals heraus, was Wuppertal alles „Bewegt“ - von der Pinguinale, über den NRW-Tag, Wuppertal ist immer in Bewegung. Er dankte allen Beteiligten für deren Mithilfe und Umsetzung der Projekte.

„Die Spende ist eine Sache, aber die Ausführung führt nur zum Gelingen“ so Dr. Jörg Mittelsten Scheid (Bild links). Er war ihm ein am Herzen liegendes Anliegen, seiner Heimatstadt was zu schenken. Seit mehr als 125 Jahren ist Vorwerk mit Wuppertal eng verbunden, die Familie unternehmerisch sogar seit mehr als 245 Jahren. Das allein ist der Grund für seine großzügigen Unterstützungen. Er erinnerte sich noch an seine Kindheit, als er mit seinem Vater die Elefanten füttern durfte und er nicht verstanden hatte, warum die Flamingos nicht orange sind wie in seinem Buch, sondern blass-weiß. Schon seit je her hat er eine persönliche Verbindung zum Zoo. Mittlerweile besucht die 8. Generation der Familie den Wuppertaler Zoo. Deswegen unterstützt er den Zoo, weil er damit vielen Wuppertalern – vor allem aber den Kindern – eine Freude machen kann.

„Fast 5 Millionen Euro wurden zusammen für den gesamten Umbau der Pinguinanlagen benötigt, welche aber allein durch Spenden finanziert wurden – ohne öffentliche Mittel!“ so der Vorsitzende des Zoovereins Wuppertal e.V. Bruno Hensel (Bild rechts). Der Pinguin Karl, welcher von der Firma Vorwerk anläßlich der Pinguinale gestaltet wurde, bleibt nun Dauergast am Eingang zur neuen Pinguinanlage. Herr Hensel schloss sich dem Reigen der Danksagungen an und dankte noch mal den hohen Einsatzbereitschaften. Eselspinguine werden nur noch in Düsseldorf gehalten und Königspinguine nur in Wuppertal. Dazu Herr Hensel:“Esel gibt es in Düsseldorf und Wuppertal, Könige aber nur in Wuppertal!“

Zoodirektor Dr. Ulrich Schürer schloß sich zustimmend seinen Vorrednern an und dankte nochmals allen Beteiligten.

Da die Pinguinanlage keine Türen besitzt, wird nicht der obligatorische Schlüssel übergeben, sondern Pinguine. Oberbürgermeister Peter Jung bekommt 2 Bronzepinguine(Bild unten), wie die von der Pinguinale nur in kleine, ebenso Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bekommt 1 Bronzepinguin. Die Familie Mittelsten Scheid bekommt ein original Pinguin-Gemälde der Künstlerin Frau Klotz.

Dr. Schürer erhielt vom Zooverein Wuppertals die Finanzierung des Umbaus der Pinguinübergangsanlage, für eine weitere Verwendung geschenkt, sowie die Finanzierung der "Ersten Ideenphase" für die Neugestaltung des Kleinkatzenhauses.

Anschließend wurde das Band feierlich durch die Kinder der Familiengesellschaften, gemeinsam mit Ministerpräsident Rüttgers durchgeschnitten und die Pinguinanlage, bei einem gemeinsamen Rundgang, der Öffentlichkeit übergeben.
Die Eröffnung zog trotz des leicht kühlen Wetter, das allerdings zu den Pinguinen passte, eine Menge an Besuchern und Vertreten der unterschiedlichsten Medien an.
Text: Claudia Masuhr
Photos: Peter Emmert / Thomas Masuhr
Wir danken dem Zoo Wuppertal, dem Zooverein Wuppertal und der Firma Vorwerk & Co. KG für die Ermöglichung dieses Berichtes.