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Unser Tierpflegertag in Gelsenkirchen!

Endlich war es soweit, am 14.04.2008 hatten wir unseren Tierpflegertag in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen. Dies war ein Geschenk von Marcel`s und Peter`s Familie zu unserer Hochzeit.
Nochmals vielen Lieben Dank dafür. Ihr habt uns damit einen großen Wunsch erfüllt.

Das Wetter war uns nicht so gut gesonnen, aber was soll es. Es stand ja schließlich in der Einladung drin, dass man wetterfeste Kleidung anziehen soll.
Dieser Tag sollte außerdem noch etwas besonderes sein, da uns ein Fernsehteam von Sat.1 begleitet hat.
Im strömenden Regen gingen wir zu unserer ersten Station. Es ging zu den Kodiak-Bären Brenda und Buffy. Da dies ja ein Tierpflegertag war stand als erstes das Reinigen der Außenanlage an.
Claudia machte die Hinterlassenschaften der zwei Bären weg und Thomas putzte die Scheiben, damit die Besucher wieder ungehindert schauen können.
Was uns aufgefallen ist, dass die Anlage noch riesiger ist als sie von außen erscheint. Wenn man die gesamte Anlage abläuft, dann bekommt man ein ganz anderes Gefühl der Größe. Wir waren überwältigt. Wir wurden während dieser Aufgabe von einem Polarfuchs begleitet, der sehr neugierig war. Anschließend haben wir das Frühstück für die zwei „angerichtet“. Sie bekamen jeder ein Stück Fleisch, angereichert mit Vitaminen, Obst, Gemüse, Brot und Knäckebrot. Als Besonderheit und zum Beschäftigen wurde eine Duftspur aus Vanille-Tee gelegt und am Ende dieser Spur haben wir Zuckerrübensirup auf Steine und Wurzeln gestrichen.
Nahe an die Bären ran durften wir natürlich nicht, denn dieses sind Sicherheitsbestimmungen, es wäre einfach zu gefährlich. Ich konnte aber die Nase von Buffy im Innengehege erwischen!
Die Bären wurden dann auch schnell wieder rausgelassen und sie gingen Frühstücken.
Die zwei Bären sind immer draußen, sie kommen nur kurz in den Stall wenn das Gehege sauber gemacht und das Futter verteilt wird. Anschließend wurden die zwei raus gelassen. Noch sind sie getrennt, aber bald dürfen sie gemeinsam über die große Anlage toben.

 

Als nächstes machten wir die Rentieranlage sauber, diese durften aber mit auf der Anlage bleiben, denn sie tun einem nichts.

Wir beseitigten die „Köttel“ und nahmen das alte Futter raus.
Anschließend bekamen sie Heu, spezielle „Rentier-Pellets“ und ganz wichtig „Moose“. Diese werden trocken angeliefert und vorher in Wasser aufgeweicht. Das ist ein wichtiger Nahrungsbestandteil der Rentiere.

Anschließend stand die Waschbärenfütterung an. Und die sind süß, und vor allem super vorsichtig. Sie nehmen das Futter ganz vorsichtig mit den beiden Vorderpfoten aus der Hand.

 

Auch zeigten sie keine Scheu und kamen an uns heran. Bei den Waschbären hätten wir uns noch ewig aufhalten können. Aber es wartete noch mehr auf uns.
Die Stinktiere haben auch Hunger. Dort wurden wir von neugierigen süßen Stinktieren schon erwartet. Eines der Stinktiere trägt den sehr passenden Namen „Chanel“. Aber sie ist eine ganz zutrauliche liebe Dame. Ein Teil der Stinktiere hat auch noch die Stinkdrüsen, aber wenn man vorsichtig mit ihnen umgeht braucht man nichts zu befürchten. Am liebsten mögen sie Weintrauben, diese haben sie sich auch aus der Hand direkt geholt. Selbst der schüchterne Neuzugang fasste seinen Mut zusammen und nahm Claudia eine Weintraube aus der Hand.
Als wir damit fertig waren gingen wir auch schon zum nächsten Highlight. Zu den Seelöwen.
Dort konnten wir auch interessante Einblicke in die Futterküche bekommen. Dort werden die Fische in einem Tiefkühlraum gelagert und Portionsweise aufgetaut. Sie bekommen Makrelen, Heringe, Sprotten und Rotfedern. Die Sprotten werden fürs Training verwendet, da sie nicht so groß sind. Sonst wären die Seelöwen zu schnell satt und würden nicht so lange mitarbeiten.
In Gelsenkirchen lebt eine ganz alte betagte Seelöwen-Dame, die Queeny. Sie ist geschätzte 30 Jahre oder älter. Sie hat ihr eigenes Reich, da sie sich nicht mehr so gut in der Gruppe durchsetzen kann, aber bekommt zwischendurch immer wieder Besuch von einem Seelöwen aus der Gruppe. Es geht ihr prima und wir finden es klasse, das alte Tiere nicht einfach abgeschoben werden, sondern einen schönen Lebensabend verbringen dürfen.
Nun ging es raus zu den Seelöwen, wo wir schon sehnsüchtig erwartet wurden. Wir fütterten „Paris“ den Chef der Gruppe. Er wird als erstes allein gefüttert, damit die Gruppe nicht zu unruhig wird. Und wir waren beide überrascht wie groß er ist! Da bekommt man einen großen Respekt. Aber er war ganz lieb und geduldig. Wir beide hatten dann sogar das Vergnügen, von ihm geknutscht zu werden. Ist schon ein tolles Erlebnis, wenn so ein Riesentier sich dem Kopf nähert. Anschließend verfütterten wir die restlichen Fische an die anderen Seelöwen.

Zum Abschluss gingen wir zusammen mit unserem Lotsen Marcel noch die Fischotter füttern.
Die zwei Schwestern warteten auch schon ganz ungeduldig auf ihre Fische. Sie bekamen Rotfedern, die in Windeseile von beiden aufgefressen wurden.

Die Wölfe konnten wir nicht füttern, da es ihr Fastentag war.

Dabei wurden wir vom Kamerateam gefilmt und auch zwischendurch immer wieder Interviewt. Es war alles sehr spannend und aufregend zugleich. Wann hat man schon die Gelegenheit so tiefe Einblicke hinter die Kulissen zu bekommen und so viele Zoo-Tiere hautnah zu erleben?
Dafür möchten wir dem Gesamten Team der Zoom Erlebniswelt danken. Die Tierpfleger waren alle super nett und wir durften viele tolle Erfahrungen und unvergessliche Erlebnisse mit nach Hause nehmen.
Vielen Dank!!!

Claudia und Thomas


Auch wenn es fast in einem durchregntete, das tat unserem Spaß und den Ereignissen keinen Abbruch.